Freitag, 25. September 2009

Ein Spielplatz

Weiße Blütenblätter fliegen im Wind, der auf einem Saiteninstrument eine zarte Melodie erklingen läßt. Dazu das helle Lachen eines Mädchens.
Peterchen läuft durch eine Parkanlage, mitten in der Stadt, an einem Kanal entlang. Seltsam, dass der lange Grünstreifen von hohem Maschendrahtzaun umgeben ist. Was treibt sich hier herum, dass die Stadt vor den Bewohnern des Parks geschützt werden muß? Oder ist es umgekehrt? Muß die Stadt aus dem Park herausgehalten werden?
Irgendwo unterwegs erweitert sich die Parkanlage. Sportplätze, Spielwiesen, Kieswege unter blühenden Bäumen. Und ein schwarzhaariges Mädchen, auf einem Spielplatz. Peterchen meint, diesen Park zu kennen. Oder zumindest die Bäume. Stehen solche Bäume bei ihm zu Hause, in Kensington Gardens? Oder war es das Mädchen, das er schonmal gesehen hat? Gedankenverloren spielt Peterchen in der Tasche seines grünen Hemdes. Da befindet sich so ziemlich alles, was ein kleiner Jungen draußen beim Spielen braucht: Steinchen, Nüsse, Blätter, eine Pfeife, schmuddelige Taschentücher, und in einer Streichholzschachtel ein Glühwürmchen. In seiner rechten Tasche. In der linken ist etwas ganz anderes. Bambusröhrchen, zu einem dreieckigen flachen Ding zusammengebaut. Was ist das? Und warum bläst der Wind nun kälter? Peterchen setzt sich an den Rand eines Spielplatzes, um das seltsame Ding genauer anzusehen.

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