Samstag, 10. Oktober 2009
Ein kleines grünes Wesen
... sprang hinter einem Taxi hervor auf den Gehweg und erschrak Peterchen. Es hüpfte fröhlich singend auf und ab, plärrte "Bilge - bile - bowel, something smells foul!" und konnte sich vor Lachen gar nicht mehr einkriegen. Das kleine quirlige Ding hielt sich den dicken runden Bauch vor Lachen, schüttelte den Kopf und sah eher lustig denn furchterregend aus. Es war grün. Sehr grün. Grün wie Kotze. Oder wie brackiges, algenverseuchtes Wasser. Grün eben. Sehr unangenehm. Und so roch es auch. Auf dem Kopf hatte es einen Kranz struppiger Haare, in denen Entengrütze klebte. Inmitten dieses Kranzes befand sich eine Delle, in der schlammiges Wasser schwappte - was aber nicht die Quelle des unerträglichen Gestanks sein konnte! Es stank so furchtbar, so allumfassend, so zum Naserümpfen! Peterchen floh. Der Gestank nahm Gestalt an und waberte hinter ihm her. Das hämische Lachen des grünen Kobolds verfolgte Peterchen, dessen Nase sich gerade selbst verknotete...
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Der Pan
Tiere in einem Wald, eine Holzflöte, Fabelwesen. Und obendrein noch Wein. Der wächst und wächst und wächst, schlingt sich um die Bäume und Äste um Peterchen herum, überwuchert die Lichtung, auf der der kleine Pan sitzt, und bildet mit seinen Blättern und Ranken ein natürliches Dach.
Der Spielplatz ist verschwunden, verschwunden ist auch der Park. Ein lichter Wald stattdessen. Es ist kühler, und Wind weht, weht den Geruch von Tieren und Wildkräutern herbei. Das dunkelhaarige Mädchen ist noch da. Es sitzt in den Ästen eines Baumes und betrachtet das muntere Treiben unter sich. Denn auf der Waldlichtung ist Dionysos mit seinem Gefolge eingetroffen. Feiernde und tanzende Faune und Satyre bevölkern die Wiese, im Bach baden Nymphen, und kleine dicke Eroten tollen durch das Unterholz. Es ist dämmerig, der helle Sonnenschein des Mittags ist dem kühleren Nachmittagslicht gewichen, und an den Weinranken reifen Trauben, die süßen Duft verströmen. Lachen und Tanzen und Gesang überall.
Und Peterchen?
Der kleine Pan sitzt in Gedanken versunken am Rand der Lichtung, an eine alte Eiche gelehnt, und spielt auf seiner Flöte. Ein Ton, und der Zauber ist vorbei: Tiere fliehen, Nymphen tauchen unter, Dionysos und sein Gefolge ziehen von dannen. Was war das? Und wer war das?
Peterchen taucht durch die Töne der Flöte in seine Vergangenheit, lernt sich selbst und seine Herkunft kennen. Das antike Griechenland lebt auf, die mythischen Figuren von Dionysos und seinem Gefolge werden lebendig und erinnern Peterchen daran, dass er nicht immer als Statue in London stand.
Der Spielplatz ist verschwunden, verschwunden ist auch der Park. Ein lichter Wald stattdessen. Es ist kühler, und Wind weht, weht den Geruch von Tieren und Wildkräutern herbei. Das dunkelhaarige Mädchen ist noch da. Es sitzt in den Ästen eines Baumes und betrachtet das muntere Treiben unter sich. Denn auf der Waldlichtung ist Dionysos mit seinem Gefolge eingetroffen. Feiernde und tanzende Faune und Satyre bevölkern die Wiese, im Bach baden Nymphen, und kleine dicke Eroten tollen durch das Unterholz. Es ist dämmerig, der helle Sonnenschein des Mittags ist dem kühleren Nachmittagslicht gewichen, und an den Weinranken reifen Trauben, die süßen Duft verströmen. Lachen und Tanzen und Gesang überall.
Und Peterchen?
Der kleine Pan sitzt in Gedanken versunken am Rand der Lichtung, an eine alte Eiche gelehnt, und spielt auf seiner Flöte. Ein Ton, und der Zauber ist vorbei: Tiere fliehen, Nymphen tauchen unter, Dionysos und sein Gefolge ziehen von dannen. Was war das? Und wer war das?
Peterchen taucht durch die Töne der Flöte in seine Vergangenheit, lernt sich selbst und seine Herkunft kennen. Das antike Griechenland lebt auf, die mythischen Figuren von Dionysos und seinem Gefolge werden lebendig und erinnern Peterchen daran, dass er nicht immer als Statue in London stand.
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