Mittwoch, 23. Dezember 2009
Der Pan
Der Pan beschäftigt mich immer noch. Selbst nach insgesamt drei Monaten Bedenkzeit ist das Kapitel weder schlüssig noch schön - ich muss da nochmal ran. Es gefällt mir eigentlich schon, wie es so konstruiert ist: Eine angenehme Parkszene mit Kirschblüte und Spielplätzen und tobenden Hunden lässt ganz verhalten japanische Kriegsgeschichte anklingen. Und der Spielplatz verändert sich, versetzt den kleinen Pan zurück ins antike Europa mit dem "echten" Pan und seinem Gefolge. Das gesamte Begleitpersonal marschiert auf, Faun und Satyre, Dionysos und seine Weinparties - ein Augenschmaus! Aber es ist noch nicht ganz stimmig, irgendetwas fehlt noch. Darüber brüte ich.
Ansonsten habe ich in den vergangenen Monaten versucht, das Layout des Textes und der Bebilderung von meinem alten Notebook auf das neue MacBook hinüberzuretten - vergeblich. Nicht nur, dass Open Office komplett neue Einstellungen erfordert. Nein, es wird auch noch instabil. Bei einer Dateigröße von 20,8 MB macht das Programm dicht. Regelmässig. Und die letzte Speicherung wird auch regelmässig von der Festplatte entfernt. Ich verstehe das gerade nicht, und ich habe auch noch keine Lösung für das Problem gefunden. Dementsprechend arbeite ich gerade von Hand weiter, mit dem guten alten Collegeblock und farbigen Triplus. Die liegen halbwegs vernünftig in der Hand, ohne dass der Mittelfinger mit Hornhaut überwuchert. Falls jemand, der diesen Blog liest, eine Lösung für Open Office (neueste Version) weiß, melde sich betreffende Person bitte über die Kommentarfunktion. Denn dies ist kein Dauerzustand. Dankeschön.
Ansonsten bleibt mir nur, allen treuen Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest, ruhige Festtage und einen guten Start ins neue Jahr zu wünschen.
Samstag, 10. Oktober 2009
Ein kleines grünes Wesen
... sprang hinter einem Taxi hervor auf den Gehweg und erschrak Peterchen. Es hüpfte fröhlich singend auf und ab, plärrte "Bilge - bile - bowel, something smells foul!" und konnte sich vor Lachen gar nicht mehr einkriegen. Das kleine quirlige Ding hielt sich den dicken runden Bauch vor Lachen, schüttelte den Kopf und sah eher lustig denn furchterregend aus. Es war grün. Sehr grün. Grün wie Kotze. Oder wie brackiges, algenverseuchtes Wasser. Grün eben. Sehr unangenehm. Und so roch es auch. Auf dem Kopf hatte es einen Kranz struppiger Haare, in denen Entengrütze klebte. Inmitten dieses Kranzes befand sich eine Delle, in der schlammiges Wasser schwappte - was aber nicht die Quelle des unerträglichen Gestanks sein konnte! Es stank so furchtbar, so allumfassend, so zum Naserümpfen! Peterchen floh. Der Gestank nahm Gestalt an und waberte hinter ihm her. Das hämische Lachen des grünen Kobolds verfolgte Peterchen, dessen Nase sich gerade selbst verknotete...
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Der Pan
Tiere in einem Wald, eine Holzflöte, Fabelwesen. Und obendrein noch Wein. Der wächst und wächst und wächst, schlingt sich um die Bäume und Äste um Peterchen herum, überwuchert die Lichtung, auf der der kleine Pan sitzt, und bildet mit seinen Blättern und Ranken ein natürliches Dach.
Der Spielplatz ist verschwunden, verschwunden ist auch der Park. Ein lichter Wald stattdessen. Es ist kühler, und Wind weht, weht den Geruch von Tieren und Wildkräutern herbei. Das dunkelhaarige Mädchen ist noch da. Es sitzt in den Ästen eines Baumes und betrachtet das muntere Treiben unter sich. Denn auf der Waldlichtung ist Dionysos mit seinem Gefolge eingetroffen. Feiernde und tanzende Faune und Satyre bevölkern die Wiese, im Bach baden Nymphen, und kleine dicke Eroten tollen durch das Unterholz. Es ist dämmerig, der helle Sonnenschein des Mittags ist dem kühleren Nachmittagslicht gewichen, und an den Weinranken reifen Trauben, die süßen Duft verströmen. Lachen und Tanzen und Gesang überall.
Und Peterchen?
Der kleine Pan sitzt in Gedanken versunken am Rand der Lichtung, an eine alte Eiche gelehnt, und spielt auf seiner Flöte. Ein Ton, und der Zauber ist vorbei: Tiere fliehen, Nymphen tauchen unter, Dionysos und sein Gefolge ziehen von dannen. Was war das? Und wer war das?
Peterchen taucht durch die Töne der Flöte in seine Vergangenheit, lernt sich selbst und seine Herkunft kennen. Das antike Griechenland lebt auf, die mythischen Figuren von Dionysos und seinem Gefolge werden lebendig und erinnern Peterchen daran, dass er nicht immer als Statue in London stand.
Der Spielplatz ist verschwunden, verschwunden ist auch der Park. Ein lichter Wald stattdessen. Es ist kühler, und Wind weht, weht den Geruch von Tieren und Wildkräutern herbei. Das dunkelhaarige Mädchen ist noch da. Es sitzt in den Ästen eines Baumes und betrachtet das muntere Treiben unter sich. Denn auf der Waldlichtung ist Dionysos mit seinem Gefolge eingetroffen. Feiernde und tanzende Faune und Satyre bevölkern die Wiese, im Bach baden Nymphen, und kleine dicke Eroten tollen durch das Unterholz. Es ist dämmerig, der helle Sonnenschein des Mittags ist dem kühleren Nachmittagslicht gewichen, und an den Weinranken reifen Trauben, die süßen Duft verströmen. Lachen und Tanzen und Gesang überall.
Und Peterchen?
Der kleine Pan sitzt in Gedanken versunken am Rand der Lichtung, an eine alte Eiche gelehnt, und spielt auf seiner Flöte. Ein Ton, und der Zauber ist vorbei: Tiere fliehen, Nymphen tauchen unter, Dionysos und sein Gefolge ziehen von dannen. Was war das? Und wer war das?
Peterchen taucht durch die Töne der Flöte in seine Vergangenheit, lernt sich selbst und seine Herkunft kennen. Das antike Griechenland lebt auf, die mythischen Figuren von Dionysos und seinem Gefolge werden lebendig und erinnern Peterchen daran, dass er nicht immer als Statue in London stand.
Freitag, 25. September 2009
Ein Spielplatz
Weiße Blütenblätter fliegen im Wind, der auf einem Saiteninstrument eine zarte Melodie erklingen läßt. Dazu das helle Lachen eines Mädchens.
Peterchen läuft durch eine Parkanlage, mitten in der Stadt, an einem Kanal entlang. Seltsam, dass der lange Grünstreifen von hohem Maschendrahtzaun umgeben ist. Was treibt sich hier herum, dass die Stadt vor den Bewohnern des Parks geschützt werden muß? Oder ist es umgekehrt? Muß die Stadt aus dem Park herausgehalten werden?
Irgendwo unterwegs erweitert sich die Parkanlage. Sportplätze, Spielwiesen, Kieswege unter blühenden Bäumen. Und ein schwarzhaariges Mädchen, auf einem Spielplatz. Peterchen meint, diesen Park zu kennen. Oder zumindest die Bäume. Stehen solche Bäume bei ihm zu Hause, in Kensington Gardens? Oder war es das Mädchen, das er schonmal gesehen hat? Gedankenverloren spielt Peterchen in der Tasche seines grünen Hemdes. Da befindet sich so ziemlich alles, was ein kleiner Jungen draußen beim Spielen braucht: Steinchen, Nüsse, Blätter, eine Pfeife, schmuddelige Taschentücher, und in einer Streichholzschachtel ein Glühwürmchen. In seiner rechten Tasche. In der linken ist etwas ganz anderes. Bambusröhrchen, zu einem dreieckigen flachen Ding zusammengebaut. Was ist das? Und warum bläst der Wind nun kälter? Peterchen setzt sich an den Rand eines Spielplatzes, um das seltsame Ding genauer anzusehen.
Peterchen läuft durch eine Parkanlage, mitten in der Stadt, an einem Kanal entlang. Seltsam, dass der lange Grünstreifen von hohem Maschendrahtzaun umgeben ist. Was treibt sich hier herum, dass die Stadt vor den Bewohnern des Parks geschützt werden muß? Oder ist es umgekehrt? Muß die Stadt aus dem Park herausgehalten werden?
Irgendwo unterwegs erweitert sich die Parkanlage. Sportplätze, Spielwiesen, Kieswege unter blühenden Bäumen. Und ein schwarzhaariges Mädchen, auf einem Spielplatz. Peterchen meint, diesen Park zu kennen. Oder zumindest die Bäume. Stehen solche Bäume bei ihm zu Hause, in Kensington Gardens? Oder war es das Mädchen, das er schonmal gesehen hat? Gedankenverloren spielt Peterchen in der Tasche seines grünen Hemdes. Da befindet sich so ziemlich alles, was ein kleiner Jungen draußen beim Spielen braucht: Steinchen, Nüsse, Blätter, eine Pfeife, schmuddelige Taschentücher, und in einer Streichholzschachtel ein Glühwürmchen. In seiner rechten Tasche. In der linken ist etwas ganz anderes. Bambusröhrchen, zu einem dreieckigen flachen Ding zusammengebaut. Was ist das? Und warum bläst der Wind nun kälter? Peterchen setzt sich an den Rand eines Spielplatzes, um das seltsame Ding genauer anzusehen.
Donnerstag, 3. September 2009
Durch den Kaninchenbau...
... durch und mitten drin in der Geschichte. Zwei seltsame Gestalten hat Peterchen nun schon in Saphire City kennengelernt, und beide konnten ihn zu interessanten Orten in der Stadt führen. Aber Peterchen ist hoffnungslos: Er mag gar nicht mehr fliegen, und Firlefanz hat er auch nicht wiedergefunden. Er sucht sie, sucht sie vor allem im alten Herzen der Stadt, das so vergessen ist, dass es sich kaum noch verändert. Aber bisher konnte er die kleine Fee nicht finden.
Gefunden hat er etwas anderes: einen zynischen Fuchs, der ihn über die allzu menschlichen Unarten der Götter aufklärt, und eine fiese kleine Kreatur, die ihn ständig zum Boxkampf herausfordert und übelst nach Fisch stinkt. Wo er die beiden aufgegabelt hat? In jenem alten Herzen der Stadt, das sich langsam wieder in den Sumpf verwandelt, auf dem es einst gebaut wurde. Nur bleibt der Untergrund nun fest, der Morast offenbart sich vielmehr in den Gestalten, die sich dort aufhalten.
Kapitel vier liegt in den letzten Zügen. Mir fehlen noch ein paar... wie sagt man Neudeutsch? Locations? Genau, Orte. Architekturbeschreibungen, Wege von einem Ort zum anderen, Atmosphären. Ich habe zwei Reiseführer online bestellt, die sollten bald eintreffen und mir weiterhelfen.
Etwas problematisch war der Übergang von der Strandszene in Kapitel drei, aber ein schlichtes nüchternes Aufwachen hat sich als des Rätsels Lösung entpuppt, und dieser "Sprung ins kalte Wasser" hat dem kleinen Protagonisten bisher nur gut getan. Wie es dem Leser damit geht, das weiß ich nicht. Das werden mir meine Damen Lektorinnen dann sagen, fürchte ich.
Gefunden hat er etwas anderes: einen zynischen Fuchs, der ihn über die allzu menschlichen Unarten der Götter aufklärt, und eine fiese kleine Kreatur, die ihn ständig zum Boxkampf herausfordert und übelst nach Fisch stinkt. Wo er die beiden aufgegabelt hat? In jenem alten Herzen der Stadt, das sich langsam wieder in den Sumpf verwandelt, auf dem es einst gebaut wurde. Nur bleibt der Untergrund nun fest, der Morast offenbart sich vielmehr in den Gestalten, die sich dort aufhalten.
Kapitel vier liegt in den letzten Zügen. Mir fehlen noch ein paar... wie sagt man Neudeutsch? Locations? Genau, Orte. Architekturbeschreibungen, Wege von einem Ort zum anderen, Atmosphären. Ich habe zwei Reiseführer online bestellt, die sollten bald eintreffen und mir weiterhelfen.
Etwas problematisch war der Übergang von der Strandszene in Kapitel drei, aber ein schlichtes nüchternes Aufwachen hat sich als des Rätsels Lösung entpuppt, und dieser "Sprung ins kalte Wasser" hat dem kleinen Protagonisten bisher nur gut getan. Wie es dem Leser damit geht, das weiß ich nicht. Das werden mir meine Damen Lektorinnen dann sagen, fürchte ich.
Dienstag, 18. August 2009
Tätowierungen
Peterchen sitzt am Strand und philosophiert über Soo-Jas Tätowierungen...
Das ist eine sehr sinnliche Szene, und ich hoffe, ich komme da souverän und ohne Erröten hindurch. Wie wirken weibliche Tätowierungen auf junge Männer? Spielt es eine Rolle, ob das farbige oder nur schwarz-schattierte Bilder sind? Was assoziieren Männer, wenn sie Beschreibung von Ranken lesen, die sich um nackte schlanke Beine herum winden und unter einem viel zu kurzen Rock verschwinden? Ranken mit kleinen, rosa Knospen und kaum erblühten Rosen. Dornen dazwischen.
Ein chinesischer Drache windet sich um den Oberkörper, die Krallen fest auf der Brust des Mädchens, den Schwanz elegant in einer Schleife über den flachen Bauch gelegt, das Schwanzspitzchen verschwindet unter dem Bund von Höschen und Rock. Der kleine Kopf mit den spitzen Zähnen im aufgerissenen Rachen liegt zwischen Brüsten, schmiegt sich an die Rundung...
Es fällt mir gerade recht schwer, mich in die Lage meines Protagonisten zu versetzen. Was geht dem Buben durch den Kopf?
Das ist eine sehr sinnliche Szene, und ich hoffe, ich komme da souverän und ohne Erröten hindurch. Wie wirken weibliche Tätowierungen auf junge Männer? Spielt es eine Rolle, ob das farbige oder nur schwarz-schattierte Bilder sind? Was assoziieren Männer, wenn sie Beschreibung von Ranken lesen, die sich um nackte schlanke Beine herum winden und unter einem viel zu kurzen Rock verschwinden? Ranken mit kleinen, rosa Knospen und kaum erblühten Rosen. Dornen dazwischen.
Ein chinesischer Drache windet sich um den Oberkörper, die Krallen fest auf der Brust des Mädchens, den Schwanz elegant in einer Schleife über den flachen Bauch gelegt, das Schwanzspitzchen verschwindet unter dem Bund von Höschen und Rock. Der kleine Kopf mit den spitzen Zähnen im aufgerissenen Rachen liegt zwischen Brüsten, schmiegt sich an die Rundung...
Es fällt mir gerade recht schwer, mich in die Lage meines Protagonisten zu versetzen. Was geht dem Buben durch den Kopf?
Montag, 3. August 2009
Abgestürzt
Nein, nicht die französische Fluggesellschaft, sondern meine externe Platte. Ich werde die nächsten paar Tage wohl damit verbringen, den Text aus meinen handschriftlichen Notizen zu rekonstruieren und das Layout mitsamt Bebilderung neu zu erstellen. Es ist zum Kotzen, aber die treue Platte ist nach vier Jahren intensivster Dienste klinisch tot und nicht mehr zu retten. Wenn ich das nächste Mal in der Rhön bin, wird Bruderherz einen Wiederbelebungsversuch starten, Software und entsprechendes Arbeitsgerät ist vorhanden. Aber er hat mir schon gesagt, dass bei gegebener Fehlermeldung eigentlich keine Hoffnung besteht. Dumm ist, dass ich es wegen wiederholter Speicherfehler auf dem Notebook eben alles nur extern abgelegt habe. Die nächste Investition (eine neue externe Platte hat mir der beste Ehemann von allen bereits vor einigen Wochen hier hingestellt) wird eine DVD-RW sein, damit ich doppelt speichern kann. So.
Als kleines Bonbon bleibt, dass meine ganzen abgespeicherten Beschwerde E-Mails an Quelle und o2 und Targa nun auch verloren sind und ich den Papierkram getrost vergessen kann. Es lebe die Technik, und mein Notebook ist suicidal. Das macht das Sommerloch, fürchte ich.
Als kleines Bonbon bleibt, dass meine ganzen abgespeicherten Beschwerde E-Mails an Quelle und o2 und Targa nun auch verloren sind und ich den Papierkram getrost vergessen kann. Es lebe die Technik, und mein Notebook ist suicidal. Das macht das Sommerloch, fürchte ich.
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